Transport in London

Wer für eine Sprachreise London ausgewählt hat, wird neben dem Unterricht auch so viel wie möglich von der vielleicht interessantesten Metropole Europas sehen wollen. Obwohl im Zentrum nördlich der Themse vieles auch fußläufig zu erreichen ist, lohnt es sich auf jeden Fall, günstigere Alternativen zum bequemen, aber teuren Taxi zu kennen.

Vom Flughafen ins Londoner Zentrum: Bus oder Zug?
Bereits bei der Anreise mit dem Flugzeug lässt sich sparen - die Zubringerzüge von den Flughäfen Gatwick, Luton oder Stansted sind weitaus teurer als die Busverbindungen in die Innenstadt. Meistens lässt sich ein Ticket bereits online vor Reiseantritt buchen, doch auch der Spontankauf vor Ort ist noch günstiger als die Pendelzüge in die Stadt.

Die Londoner U-Bahn
London ist bekannt für seine - die älteste - U-Bahn der Welt. Obwohl störungsanfällig und während der Stoßzeiten heillos überfüllt, ist sie die beste Methode, um in der Stadt zügig voranzukommen.
Neben Einzeltickets und Touristenkarten empfiehlt es sich bereits bei einem Aufenthalt von wenigen Tagen, sich eine so genannte Oyster-Card zu kaufen. Diese wieder aufladbare Guthabenkarte wird beim Betreten der Tube zum Öffnen der Zugangsschranken genutzt. Beim Verlassen wird der verfahrene Betrag vom Guthaben abgezogen. Die tägliche Maximalsumme ist begrenzt, so dass sich der Gebrauch der Karte innerhalb kürzester Zeit finanziell lohnt. Außerdem erspart sie das Anstehen an Fahrkartenautomaten oder Schaltern.

Unterwegs mit dem Bus in London
Die Oyster-Card gilt auch in Bussen, bei denen jedoch nur ein-, aber nicht ausgecheckt werden muss. Guthaben verliert nicht seine Gültigkeit, so dass es auch bei einem späteren Kurztrip nach London verwendet werden kann.

Pendeln mit der Flussfähre
Zu den Londoner Attraktionen zählen die von Pendlern alltäglich genutzten Flussfähren auf der von den Gezeiten abhängigen Themse. Besonders für Ausflüge Richtung Greenwich und zurück bieten sie eine gute Alternative zur Bahnverbindung.

Die Bahn in London
Der Bahnverkehr in London zeugt von seiner langen Geschichte: Auch hier enden die Züge aus verschiedenen Teilen der britischen Insel an unterschiedlichen Orten. King's Cross, St. Pancras, Victoria oder Waterloo sind nur einige der großen und architektonisch eindrucksvollen Bauten, welche die Metropole mit anderen Städten und dem Hinterland verbinden. Die Zeit für den Transport zwischen den Bahnhöfen sollte nicht unterschätzt werden.

Die Überlandbusse
Eine Alternative zur vor einigen Jahren privatisierten Bahn sind die günstigen Überlandbusse, von denen viele am zentral gelegenen Bahnhof Victoria starten. Hier gibt es auch die Tickets für diejenigen, die sie nicht bereits online erworben haben.

Unser Tipp 1: Eine Alternative zum öffentlichen Transport Londons oder den legendären Cabs sind die Leihfahrräder - jedenfalls für geübte Radfahrer, die bereit und in der Lage sind, sich dem fast überall sehr dichten Linksverkehr zu stellen. Dies ist nichts für schwache Nerven, denn neben den Autos, die wenig Rücksicht nehmen, ist das Überqueren der Straßen durch Fußgänger bei Rot in London gang und gäbe. Die Räder werden per App und Handy freigeschaltet und zurückgegeben.

Unser Tipp 2: Wer sich im Londoner Transport gut einfügen will, sollte in der oft sehr vollen Tube vermeiden, andere Reisende länger zu mustern, laut mit anderen oder am Mobiltelefon zu sprechen und den Mitreisenden den Platz wegzunehmen, indem man diesen mit seiner eigenen Tasche besetzt. Das Leben in einer riesigen Stadt hat Strategien hervorgebracht, alltägliche "Reibung" oder Aggression zu minimieren. So weit wie möglich, sind deshalb auch die Stoßzeit morgens und der Feierabendverkehr zu meiden.